Sparen für Kinder – Für Fahrrad & Co – Tipps für Eltern

Eltern werden praktisch mit der Geburt ihrer Kinder vor eine ganze Reihe an neuen Herausforderungen gestellt und die meisten davon empfinden Eltern als ein echtes Geschenk. So herausfordernd die enorme Verantwortung auch sein mag, so erfüllend ist genau diese neue Aufgabe im Leben zur gleichen Zeit. Doch längst nicht alle Angelegenheiten, insbesondere wenn es um langfristige Überlegungen und Planungsvorhaben geht, sind gleichermaßen angenehm und erfüllend wie einige alltägliche Aufgaben, mit denen sich Eltern konfrontiert sehen.

Menschen denken ungern weit in die Zukunft und so tun sich auch viele Eltern schwer damit, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Das gilt umso mehr, wenn es um das Sparen von Geld geht und das Finden der richtigen Anlagemöglichkeit. Doch Fakt ist, man kommt an späteren Investitionen für das Kind, wie zum Beispiel dem Kauf eines Fahrrads und ferner auch an der Investition in einen Führerschein, in den seltensten Fällen vorbei. Genau deswegen ist es wichtig, sich möglichst früh mit der Frage auseinanderzusetzen, wie man am besten Geld für sein Kind zur Seite legt und welche Sparmöglichkeiten hier am besten geeignet sind, z. B. wenn es um den irgendwann anstehenden Kauf eines Fahrrads geht.

Fahrrad, E-Bike, Führerschein und Auto

 

Bevor wir näher auf die verschiedenen Sparoptionen in Österreich und zum Thema Sparen für Kinder in Österreich eingehen wollen, möchten wir uns vorab mit der Frage beschäftigen, für welche Dinge es sich in diesem Kontext am meisten lohnt zu sparen. Klar, es mag auch derart wohlbetuchte Eltern geben, die finanziell so gut aufgestellt sind, dass sie ohnehin keinerlei Sorgen haben vor anstehenden Investitionen für ihre Kinder.

In den meisten Fällen sieht die Realität jedoch anders aus, und gerade der Kauf von einem neuen Fahrrad oder später der Erwerb des Führerscheins kann zum Teil tiefe Löcher im Geldbeutel hinterlassen, und das galt umso mehr, wenn man sich nicht entsprechend darauf vorbereitet hat, zum Beispiel mithilfe eines Sparbuchs. Doch zurück zur eigentlichen Frage dieses zweiten Abschnitts:

Für welche Dinge sollten Eltern am ehesten Geld beiseitelegen?

Aus unserer Sicht sind hierbei allen voran Fahrräder, gegebenenfalls E-Bikes, der Führerschein und auch das erste eigene Auto hervorzuheben. Je mehr Kinder man hat, desto mehr vervielfältigen sich diese potenziellen Ausgaben in der Zukunft, wenngleich man durch mehrere Kinder aber auch den Vorteil haben kann, dass in etwa das jüngere Kind irgendwann das Fahrrad vom älteren Geschwisterteil nutzen kann. Beim Führerschein später sieht das jedoch logischerweise wieder anders aus und Selbes gilt meist auch für das erste eigene Auto.

Tipp 1: Legen Sie regelmäßig kleinere Beträge zur Seite


Einer der wertvollsten Tipps beschäftigt sich mit der Staffelung möglicher Spareinzahlungen. Nahezu unabhängig davon, für welche Geldanlage oder Sparvariante man sich entscheidet, profitiert man am meisten davon, wenn regelmäßig kleinere Beträge zur Seite gelegt werden. Das können monatliche oder jährliche Einzahlungen sein, mit der Option auf einmalige Einzahlungen je nach Situation, z. B. wenn man im Rahmen seines Berufs Bonuszahlungen erhalten hat oder anderweitig plötzlich mehr Geld zur Verfügung hat.

Tipp 2: Berücksichtigen Sie das Thema Steuern


Nicht vernachlässigen sollte man ferner das Thema Steuern. Das Gute daran ist: Wenn Sparanlagen direkt auf den Namen des Kindes laufen, lassen sich damit deutlich Steuern sparen. Steuern fallen zwar trotzdem an, allerdings werden Kinder, insbesondere wenn sie das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, noch nicht als vollwertige Steuerzahler im Rahmen von Geldanlagen, Sparbüchern oder Festgeldkonten bewertet. Wichtig in diesem Kontext ist zudem der jährliche Grundfreibetrag, der derzeit bei 801 Euro liegt.

Tipp 3: Für Kinder unter 18 Jahren muss Geld mündelsicher angelegt werden


Wie bereits im zweiten Tipp angesprochen, gelten für Geldanlagen, die auf den Namen von Kindern laufen, spezielle Bedingungen. Das Gesetz sieht dabei in Österreich grundsätzlich vor, dass Geld- und Sparanlagen für Kinder vor Vollendung des 18. Lebensjahrs mündelsicher sein müssen. Das bedeutet konkret, dass die jeweiligen Geldanlagen, zum Beispiel in Form eines Sparbuchs, erst nach Beendigung des 18. Lebensjahrs des Kindes in die Verfügungsberechtigung des Kindes übergehen. Darüber hinaus bieten mündelsichere Geldanlagen noch den Vorteil, dass im Falle eines Todes des Erziehungsberechtigten das gesparte Geld vor dem Gesetz nicht als Teil des Erbes gilt, sondern dem Kind in vollem Umfang zusteht.

Welche Sparmöglichkeiten bieten sich an?


Neben konkreten Tipps für Eltern, wie diese für Ihre Kinder möglichst sinnvoll und sicher Geld zur Seite legen können, zum Beispiel für den Kauf eines Fahrrads und ähnliche Dinge, stellt sich im nächsten Schritt automatisch die Frage, welche Sparoptionen hier eigentlich am besten geeignet sind. Vorab sei hierbei gesagt, dass es die eine perfekte Sparanlage in der Form nicht gibt und die Sparanlage hier immer individuell an die Voraussetzungen und Bedürfnisse der Eltern angepasst sein muss. Zu den am besten geeigneten Sparanlagen für Kinder gehören allen voran Banksparpläne und ferner Tages- sowie Festgeldkonten. Einfachheitshalber haben wir für Sie im folgenden Abschnitt die Vor- und Nachteile der verschiedenen Sparanlagen übersichtlich zusammengefasst.

Die Vor- und Nachteile der verschiedenen Sparoptionen in der Zusammenfassung

Tagesgeldkonto

Vorteile:

• Mündelsicher
• Geld steht jederzeit verfügbar (ideal geeignet für z. B. den Kauf eines Fahrrads)
• Geringes Risiko
• Laufzeiten können flexibel angepasst werden

Nachteile:

• Zinsen fallen im Vergleich zu anderen Sparanlagen geringer aus

Festgeldkonto

Vorteile:

• Mündelsicher
• Verglichen mit einem Tagesgeldkonto erwarten Eltern hier höhere Zinsen
• Renditen fallen ebenfalls höher als bei Tagesgeldkonten aus

Nachteile:

• Feste Laufzeiten
• Das Geld steht erst zum Ende der Laufzeit zur Verfügung
• Weniger flexibel

Banksparplan

Vorteile:

• Mündelsicher
• Verhältnismäßig flexible Laufzeiten
• Abhängig von der finanziellen Ausgangssituation können Raten vereinbart werden

Nachteile:

• Geringere Renditen
• Geringere Zinsen als bei z. B. einem Festgeldkonto
• Der variable Zinssatz birgt die Gefahr noch niedrigerer Zinsen, allen voran bei falschen Prognosen

Fazit

Ganz gleich, ob es um ein Fahrrad, E-Bike oder etwas später einen Führerschein zusammen mit dem ersten eigenen Auto handelt; Kinder kosten Geld und das umso mehr, je älter sie werden. Wer etwas im Voraus plant und sich rechtzeitig mit etwaigen Sparoptionen auseinandersetzt, profitiert davon insbesondere langfristig. Auch wenn man bei einem Blick auf das im Rahmen dieses Artikels häufig aufgegriffene Thema Fahrrad meinen könnte, es handele sich hierbei ohnehin um keine große Investition, so zeigen die aktuellen Marktpreise, dass auch Kinderfahrräder und umso mehr Fahrräder für Jugendliche schnell an der 1000-Euro-Marke kratzen oder, je nach Ausstattung, Marke und Modell, sogar schnell darüber hinausgehen. Auf solche und ähnliche Situationen sollte man vorbereitet sein, und das gelingt am besten, indem man früh damit beginnt, kleine, aber regelmäßige Geldbeträge zur Seite zu legen. Ob auf einem Tagesgeld-, Festgeld- oder einem klassischen Sparkonto, hängt in letzter Instanz immer von der jeweiligen finanziellen Situation der Eltern ab und individuellen Vorstellungen und Wünschen.