Ybbstalradweg mit dem E-Bike: Strecke, Etappen und Highlights zwischen Waidhofen und Lunz

E-Bike-Fahrer auf dem asphaltierten Ybbstalradweg entlang der Ybbs, umgeben von bewaldeten Hängen und malerischem Flusstal.
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Der Ybbstalradweg gehört zu den landschaftlich schönsten Radwegen Niederösterreichs und führt durch ein Tal, das bis heute seinen ursprünglichen Charakter bewahrt hat. Enge Schluchten, dichte Wälder, kleine Orte und die rauschende Ybbs begleiten die Route auf weiten Teilen des Wegs. Wer die Strecke mit dem E-Bike fährt, kann das Tempo selbst wählen und auch die anspruchsvolleren Abschnitte entspannt genießen.

Die Route zwischen Waidhofen an der Ybbs und Lunz am See ist besonders für Tages- und Mehrtagestouren geeignet. Sie verbindet Naturerlebnis, regionale Kultur und eine gut ausgebaute Infrastruktur für Radfahrer. Wer das Tal noch nicht kennt, findet hier eine Strecke, die sich auch für Einsteiger und Familien eignet, sofern die E-Bike-Unterstützung mitgedacht wird.

Wie lang ist der Ybbstalradweg und wie ist er grob aufgebaut?

Der Ybbstalradweg ist insgesamt rund 155 Kilometer lang und führt von Waidhofen an der Ybbs bis nach Gaming, beziehungsweise bis zum Lunzer See als nördlichem Ausgangspunkt einer sinnvollen Etappenplanung. Der Abschnitt zwischen Waidhofen und Lunz am See umfasst je nach gewählter Variante ungefähr 55 bis 65 Kilometer und ist damit gut als Tages- oder entspannte Zweitagesetappe planbar.

Der Radweg folgt weitgehend dem Verlauf der Ybbs und ist zu einem großen Teil auf eigenen Radwegen oder verkehrsarmen Straßen angelegt. Asphaltierte Abschnitte wechseln mit geschotterten Wegstücken, wobei der Untergrund insgesamt gut befahrbar ist. Für E-Bikes mit schmalem Reifen empfiehlt sich ein Blick auf aktuelle Streckenbeschreibungen, da einzelne Abschnitte je nach Witterung und Saison in unterschiedlichem Zustand sein können.

Das Höhenprofil ist moderat: Der Weg steigt von Waidhofen aus kontinuierlich Richtung Lunz an, ohne dabei extreme Steigungen zu fordern. Mit E-Bike-Unterstützung ist die Strecke auch für weniger trainierte Radfahrer gut zu bewältigen.

Welche Etappen bieten sich für die Tour an?

Etappe 1: Waidhofen an der Ybbs bis Ybbsitz

Waidhofen an der Ybbs ist ein idealer Startpunkt, weil die Stadt gut mit der Bahn erreichbar ist und eine kompakte Altstadt mit Cafés und Versorgungsmöglichkeiten bietet. Von hier führt der Radweg zunächst durch flachere Abschnitte entlang der Ybbs, bevor das Tal enger wird und die typische Stimmung des Ybbstals beginnt.

Ybbsitz ist nach etwa 20 Kilometern erreicht und bekannt als Zentrum des Schmiedehandwerks in der Region. Wer sich für Handwerk und Kulturgeschichte interessiert, kann hier einen kurzen Stopp einplanen. Die Ortschaft hat auch praktische Versorgungsmöglichkeiten für die Weiterfahrt.

Etappe 2: Ybbsitz bis Göstling an der Ybbs

Dieser Abschnitt wird landschaftlich eindrucksvoller. Das Tal verengt sich, die Ybbs tritt näher an den Weg heran, und die Vegetation wird dichter. Göstling an der Ybbs liegt nach weiteren rund 25 Kilometern und ist ein guter Übernachtungsort für alle, die die Strecke in zwei Tagen fahren möchten. Der Ort bietet Unterkünfte, Gastronomie und eine angenehme Ausgangslage für den letzten Abschnitt.

Etappe 3: Göstling an der Ybbs bis Lunz am See

Der letzte Abschnitt bis Lunz am See ist landschaftlich besonders reizvoll und verlangt etwas mehr Höhenmeter. Mit E-Bike ist dieser Teil gut zu meistern und belohnt mit dem Blick auf den Lunzer See, der am Ende der Etappe liegt. Der See ist einer der schönsten Bergseen Niederösterreichs und lädt zu einer Pause oder einem Bad ein, je nach Jahreszeit.

Was sind die besonderen Highlights entlang der Strecke?

Die Ybbsschlucht ist wohl das eindrucksvollste Naturerlebnis auf der gesamten Route. Hier hat sich die Ybbs tief in den Fels gegraben, und der Weg führt durch enge Felspassagen, die in dieser Form auf österreichischen Radwegen eher selten zu finden sind. Besonders an kühleren Tagen oder nach Regenfällen entfaltet die Schlucht eine besondere Atmosphäre.

In Hollenstein an der Ybbs lohnt sich ein kurzer Abstecher in den Ort. Hollenstein ist ein ruhiger, wenig touristisch überformter Ort, der einen authentischen Eindruck des ländlichen Niederösterreichs vermittelt. Kleinere Gasthäuser bieten regionale Küche.

Der Lunzer See am Ende der Tour ist ein Highlight, das für sich selbst spricht. Der See liegt eingebettet zwischen bewaldeten Hängen, das Wasser ist klar und kalt, und die Umgebung lädt zur Rast ein. Wer mag, kann hier auch eine Bootsfahrt machen oder einfach am Ufer verweilen, bevor es mit der Bahn zurückgeht.

Wie gut ist die Infrastruktur für E-Bike-Fahrer auf dieser Route?

Die Infrastruktur für Radfahrer hat sich auf dem Ybbstalradweg in den vergangenen Jahren deutlich verbessert. Ladestationen für E-Bikes sind an verschiedenen Punkten entlang der Route vorhanden, unter anderem in Waidhofen, Ybbsitz, Göstling und Lunz. Dennoch empfiehlt es sich, die genauen Standorte vorab zu prüfen, da sich Angebote ändern können und nicht alle Ladepunkte rund um die Uhr zugänglich sind.

Für die Streckenlänge von rund 60 Kilometern reicht bei den meisten modernen E-Bikes eine Akkuladung ohne Nachladen aus, sofern der Akku zu Beginn vollgeladen ist und die Unterstützungsstufe moderat gewählt wird. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, plant eine Ladestation in Göstling als Zwischenstopp ein.

Fahrradwerkstätten und Verleihmöglichkeiten sind in Waidhofen vorhanden. Entlang der Strecke gibt es kleinere Serviceangebote, die aber je nach Saison und Wochentag variieren. Ein Basisset an Flickzeug und Werkzeug sollte bei jeder Radtour im Gepäck sein.

Mit welcher Ausrüstung ist man auf dem Ybbstalradweg gut unterwegs?

Ein E-Trekkingrad oder ein E-Mountainbike mit etwas breiteren Reifen ist auf diesem Radweg die sinnvollste Wahl. Die Kombination aus asphaltierten Abschnitten und geschotterten Waldwegen lässt sich mit einem vielseitigen Rad am komfortabelsten fahren. Sehr schmalbereifte Räder können auf den Schotterpassagen unangenehm werden.

Für die Kleidung gilt, was auf allen Radtouren in bergigen Regionen gilt: Die Wetterverhältnisse können sich rasch ändern, besonders in der Ybbsschlucht und auf den höher gelegenen Abschnitten. Eine leichte Regenjacke und eine zusätzliche Schicht für kühlere Momente sollten immer dabei sein, auch bei sommerlichen Temperaturen zum Start.

Navigationsmäßig ist die Route gut ausgeschildert. Wer auf der sicheren Seite sein möchte, lädt sich die Strecke vor der Abfahrt auf ein GPS-Gerät oder eine Fahrrad-App. Das erleichtert auch die Orientierung in den weniger besiedelten Abschnitten des Tals.

Wie lässt sich die Tour kombinieren oder verlängern?

Wer mehr Zeit mitbringt, kann den Ybbstalradweg in beide Richtungen oder als Teil einer größeren Route fahren. Eine Verlängerung Richtung Gaming oder weiter ins Erlauftal ist möglich und eröffnet weitere landschaftliche Abschnitte. Alternativ lässt sich Waidhofen als Knotenpunkt nutzen und mit anderen Radwegen der Region kombinieren.

Die Anreise mit dem Zug ist für diese Tour besonders praktisch. Die Ybbstalbahn verbindet Waidhofen mit Ybbsitz und weiteren Stationen, wobei die Mitnahme von Fahrrädern möglich ist. Für die Rückreise aus Lunz am See empfiehlt sich eine Vorabrecherche zu Verbindungen und Mitnahmemöglichkeiten, da die Taktfolge auf dieser Strecke nicht so dicht ist wie auf Hauptstrecken.

Häufige Fragen zum Thema

Ist der Ybbstalradweg für Familien mit Kindern geeignet?

Grundsätzlich ja, aber mit Einschränkungen. Kürzere Teilabschnitte, etwa zwischen Waidhofen und Ybbsitz, sind auch für ältere Kinder auf dem Fahrrad gut geeignet. Die gesamte Strecke bis Lunz ist aufgrund der Länge und einzelner anspruchsvollerer Abschnitte besser für Jugendliche und Erwachsene geeignet. Mit Kindersitz oder Anhänger ist das Gelände auf den meisten Abschnitten fahrbar, aber bei schlechter Witterung sollte man vorsichtig planen.

Wann ist die beste Reisezeit für den Ybbstalradweg?

Die Hauptsaison liegt zwischen Mai und Oktober. Besonders schön ist die Strecke im Frühjahr, wenn die Vegetation frisch ist, und im Frühherbst mit den Farben des Laubs. Im Sommer kann es an heißen Tagen in der Schlucht angenehm kühl sein, was ein zusätzlicher Vorteil ist. Im Winter ist der Radweg größtenteils nicht geräumt und nur bedingt befahrbar.

Gibt es entlang der Strecke genug Verpflegungsmöglichkeiten?

Zwischen Waidhofen und Lunz gibt es an den größeren Ortschaften Gasthäuser, Bäckereien und kleinere Lebensmittelgeschäfte. In den weniger besiedelten Abschnitten zwischen den Orten sollte man nicht auf spontane Einkehrmöglichkeiten zählen. Es empfiehlt sich, Getränke und Snacks für die Streckenabschnitte ohne Versorgung mitzunehmen. Öffnungszeiten können je nach Saison und Wochentag variieren.

Kann ich die Tour auch in umgekehrter Richtung, also von Lunz nach Waidhofen, fahren?

Ja, das ist grundsätzlich möglich. Die umgekehrte Richtung hat den Vorteil, dass man bergab fährt und weniger Motorunterstützung benötigt. Allerdings ist die Anreise nach Lunz etwas aufwändiger. Wer mit der Bahn anreist, sollte vorab die Verbindungen und Fahrradmitnahme auf der Ybbstalbahn prüfen, da nicht alle Züge Fahrräder mitnehmen können.

Wie viel Akku brauche ich für die Strecke von Waidhofen bis Lunz?

Das hängt vom Akkumodell, der Unterstützungsstufe und dem eigenen Fahrstil ab. Als grobe Orientierung: Die rund 60 Kilometer mit moderatem Höhenunterschied sind für die meisten aktuellen E-Bike-Akkus mit einer Kapazität ab etwa 400 bis 500 Wh im Eco- oder Tour-Modus ohne Nachladen machbar. Wer schweres Gepäck mitführt oder oft in höheren Unterstützungsstufen fährt, sollte eine Lademöglichkeit in Göstling einplanen. Eine vollgeladene Reserve am Abend vor der Tour ist die einfachste Vorbereitung.

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